Jubiläum

Dem Menschen dienen

70 Jahre Caritasverband Brilon

Jubiläums-Logo 70 Jahre Caritas Brilon: Dem Menschen dienen

Auf 70 Jahre tätige Nächstenliebe wollen wir in 2016 also zurückblicken. Wir wollen den runden Geburtstag nutzen, um uns an unsere Geschichte zu erinnern, uns auf die Werte und Grundhaltungen zu besinnen und natürlich wollen wir gemeinsam feiern (Veranstaltungen siehe rechts). 

Blicken wir zurück

Helena Langer war die erste Geschäftsführerin des Caritasverbandes Brilon.Helena Langer war die erste Geschäftsführerin des Caritasverbandes Brilon.Foto: Caritas Brilon - Archiv

Am 20. Februar 1946 wird auf Initiative und Mithilfe des Oberkreisdirektors Brümmer und des Diözesan Caritasdirektors Dr. Dietrich das Caritassekretariat in Brilon gegründet. Geschäftsführerin ist Helena Langer. Im Zentrum der Initialzündung für den Caritas Ortsverband Brilon steht, die Versorgung der Flüchtlinge im ersten Nachkriegsjahr zu koordinieren und sicherzustellen.

Der Gründung des Caritassekretariats folgt 1968 der Eintrag ins Vereinsregister. Seit dem trägt der Caritasverband Brilon offiziell das gemeinnützige Kürzel „e.V.“ im Titel. In den Jahren zuvor wurden bereits die Familienpflege (ab 1954) und das Kinderferienwerk (1956) aufgebaut.

Tagesbildungsstätte für Kinder mit geistiger Behinderung in EsshoffTagesbildungsstätte für Kinder mit geistiger Behinderung in EsshoffFoto: Caritas Brilon / Archiv

 

 

 

 

 

 

Neben der offiziellen Vereinsgründung wird 1968 auch mit der Eröffnung der Tagesbildungsstätte für Kinder mit geistiger Behinderung in Esshoff der Grundstein für die Geschichte der Caritas-Werkstätten St. Martin gelegt. 1972 wird in Rösenbeck die erste „Werkstatt für Behinderte“ eröffnete.

Die erste Werkstatt für Menschen mit Behinderung im „Haus Scharfmeister“ in RösenbeckDie erste Werkstatt für Menschen mit Behinderung im „Haus Scharfmeister“ in RösenbeckFoto: Caritas Brilon / Archiv

Mittlerweile sind es sechs Werkstattstandorte in Brilon, Marsberg und Winterberg, wo 680 Menschen mit Behinderung Rehabilitation, Integration und Teilhabe am Arbeitsleben erfahren. 

1971 wird die erste Suchtberatungsstelle in Meschede eröffnet. In Brilon und Marsberg wird ab 1978 in den ersten Sozialstationen die ambulante Pflege professionell organisiert und durchgeführt. Bereits ein Jahr später gibt es in allen Kommunen des Altkreises Sozialstationen.


Einweihung des Dechant-Ernst-HausesEinweihung des Dechant-Ernst-HausesFoto: Caritas Brilon / Archiv

 

1981 bietet die Caritas Brilon mit dem Dechant-Ernst-Haus erstmals Stationäres Wohnen für Menschen mit Behinderung an. Schnell folgen weitere Wohnhäuser. Heute bieten die vier Häuser ihren 142 Bewohnern nicht nur ein Heim, sondern Heimat. Der Hausnotruf ermöglicht seit 1985 im Notfall Hilfe auf Knopfdruck. Im Wendejahr 1989 begleiten erstmals die Mitarbeiterinnen der Sozialpädagogischen Familienhilfe Eltern und Kinder auf dem Weg zu einem strukturierteren und konfliktfreieren Leben. Seit 1990 bildet der Krankenhaussozialdienst die Schnittstelle zwischen Stationärer und Ambulanter Krankenhilfe und berät und begleitet Menschen zu Angeboten der Gesundheitsförderung wie Rehas und Kuren. Krankheit, Schulden oder Scheidung: Wenn das Leben aus dem Lot gerät, unterstützt seit 1991 die Allgemeine Soziale Beratung Menschen in Not im gesamten Verbandsgebiet. Menschen mit einer chronischen Suchterkrankung finden seit 1995 im „Haus Nordhang“ in Winterberg ein Wohnangebot, bei dem Alltag, Arbeit und Freizeit auf die Bedürfnisse abgestimmt sind. Seit 20 Jahren wird mit dem Tagespflegehaus St. Petrus und Andreas Senioren das Angebot gemacht: Tagsüber bei uns, abends wieder zu Hause. Für Senioren wird seit 1997 das „Essen auf Rädern“ ausgeliefert.

Das Seniorenzentrum St. Josef in HallenbergDas Seniorenzentrum St. Josef in HallenbergFoto: Caritas Brilon / Archiv

Zur Millenniumswende übernimmt die Caritas Brilon die Trägerschaft über das Seniorenzentrum St. Josef in Hallenberg. Ein Jahr später startet das Ambulant Betreute Wohnen für Menschen mit Behinderung, zu dem auch die Beratungsstellen „Blickkontakt“ in Brilon und Winterberg gehören. Dort wird seit 2009 das Angebot des Familienunterstützenden Dienstes koordiniert. Der erste Warenkorb eröffnet 2003 in Brilon – heute gibt es Warenkörbe in Olsberg, Winterberg, Medebach und Hallenberg.

Nach dem St. Josef übernimmt die Caritas in 2008 auch die Trägerschaft über das heutige

Der Eingang mit Sonnenterrasse Seniorenzentrum St. EngelbertDer Eingang mit Sonnenterrasse Seniorenzentrum St. EngelbertFoto: CVB / Wamers

Seniorenzentrum St. Engelbert in Brilon, dessen Bewohner seit 2013 in einem komplett neu gebauten Haus leben. Zu Weihnachten wird die wiederaufgebaute Kapelle im Haus eingeweiht. Das Bestandsgebäude wird zukünftig ein Servicezentrum für Angebote und Dienste der Alten- und Krankenhilfe sein, sowie im Rahmen der Quartiersentwicklung als Zentrum im Zentrum den Briloner Bürgern und Institutionen ein offenes Forum für Austausch und Bildung bieten. In Kooperation mit der Caritas Polen läuft seit 2010 das Projekt "CariFair", das Haushaltshilfen aus Polen fernab der ungesicherten Schwarzarbeit und Senioren mit Unterstützungsbedarf bei der Haushaltsführung zusammenbringt und begleitet. Zum ersten Januar 2012 tritt die neue Satzung für den Caritasverband Brilon e.V. in Kraft: Danach hat die Delegiertenversammlung die ehemalige Vertreterversammlung abgelöst und ist nun das höchste beschlussfassende Verbandsorgan. Der Vorstand wird fortan hauptamtlich geführt.

Der erste Caritastag 2013.Der erste Caritastag 2013.Foto: Caritas Brilon / Wamers

In 2013 wird der erste große Caritastag unter dem Motto „Zwei Wege – Ein Ziel: Ehren- und Hauptamt gestalten Caritas“ gefeiert. Mit dem Bezug des komplett neu gebauten St. Nikolaushauses wird die Umgestaltung der Wohnlandschaft für Menschen mit Behinderung sichtbar. Ein Jahr später sind die Wohnhäuser am Mühlenweg komplett saniert und modernisiert und durch eine Tagesstruktur für Senioren komplettiert. Ebenfalls starten in 2015 das Servicewohnen „ZusammenHalt“ als alternative Wohnform für Senioren sowie der Haus- & Gartenservice.

 

Als die erste Geschäftsführerin Helena Langer am 30. September 1977 mit mittlerweile 70 Jahren in Ruhestand geht, zählt der Verband rund 40 Mitarbeiter. Knapp 40 Jahre später gehören der Dienstgemeinschaft 920 haupt- sowie 1.100 ehrenamtliche Mitarbeitende an, die tagtäglich Kontakt zu 5.000 Menschen, die Rat, Hilfe und Begleitung im Leben suchen haben. In 70 Jahren ist aus der Koordination von Suppenküchen und Kleiderkammern ein modernes Sozialunternehmen geworden, das Trägerin von 49 Diensten und Einrichtungen in den Dekanaten Hochsauerland-Ost und Waldeck ist. Die Angebote und Hilfen der Caritas Brilon erreichen alle Altersstufen – von der Frühförderung bis zum Palliativpflegedienst. Auch wenn der Verband gewachsen ist, das Leitmotiv der Gründer ist geblieben: Jede Zeit ist Gottes Zeit… und Gott braucht uns. Jetzt!“ Dieser Satz ist im Gründungsprotokoll fixiert und wird seit 2002 durch das Leitbild verstärkt. Das Leitbild der Caritas Brilon lautet: DEM MENSCHEN DIENEN.

 

Einen noch detaillierten Blick auf die Geschichte des Caritasverbandes finden Sie hier.

 

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Pressemitteilung zum 70. Jubiläum