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Stand: 07.10.2014

Pressemitteilung

Caritasverband Brilon übernimmt die Mutter-Kind-Kliniken

Foto v. l: Meinolf Flottmeier (CariPro), Heinz-Georg Eirund (Vorstand Caritasverband Brilon) sowie Klaus Tintelott, Ferdi Lenze und Günter Müller vom CKEH.Foto v. l: Meinolf Flottmeier (CariPro), Heinz-Georg Eirund (Vorstand Caritasverband Brilon) sowie Klaus Tintelott, Ferdi Lenze und Günter Müller vom CKEH.Foto: Caritas

Brilon / Winterberg / Bad Wildungen. Der 1. Januar 2018 wird ein Markstein für den Caritasverband Brilon werden. Zum Neujahrstag werden die Mutter-Kind-Kliniken St. Ursula in Winterberg und Talitha in Bad Wildungen unter das große Dach des Caritasverbandes Brilon ziehen. Für die Übernahme der Kliniken wurde die neue Tochtergesellschaft „Caritas Brilon für Gesundheit und Familien gGmbH“ gegründet, in welche der ehemalige Trägerverein, der „Caritas Kur- und Erholungsheime im Erzbistum Paderborn e.V.“, überführt wurde. Der Formwechsel wurde jetzt mit dem unterzeichneten Vertrag amtlich und offiziell gemacht. 
In den Mutter-Kind-Kliniken wird Kindern und Müttern, zunehmend auch Vätern, geholfen, Wege für ein gelingendes Leben (wieder) zu finden. Die Zielgruppe – Mutter, Vater, Kind, Familie – bildet die Keimzelle der Gesellschaft. Familien zu stärken, ist ein zentrales Anliegen von Caritas. Das gilt auch und vor allem in Krisenzeiten. Die Kliniken sind u. a. auf Trauerbewältigung beim Tod von Mutter, Vater, Ehepartner oder Kind spezialisiert. Und ebenso liegt der Fokus auf Gesundheit und Prävention. Die Behandlung u. a. von Diabetes, Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weitere Schwerpunkte. Zukünftig werden auch die Angebote für pflegende Angehörige weiter ausgebaut.
Aufgrund der Ausrichtung der Kliniken hatte das Erzbistum Paderborn in den vergangenen Jahren die beiden Häuser finanziell gestärkt. Durch den eigens gegründeten Verein, den „Caritas Kur- und Erholungsheime im Erzbistum Paderborn e.V.“, wurde ein Träger installiert, der die Geschicke der Kliniken leitete. Auf der Wegstrecke wurden so gemeinsam auch harte Jahre gemeistert und dabei nach langfristigen Perspektiven und Partnern geschaut. Letztere wurden in Gestalt des Caritasverbandes Brilon gefunden.
Bereits in 2013 wurden die ersten Gespräche zwischen der Caritas Brilon und dem Trägerverein geführt. Daraus wurde zum 1.1.2015 ein Geschäftsbesorgungsvertrag für die beiden Kliniken geschlossen. Im Jahr 2017 wurde die mögliche Übernahme durch den Caritasverband Brilon beraten, verhandelt und zuletzt vorbereitet. Dazu wurde der ehemalige Trägerverein in die neue „Caritas Brilon für Gesundheit und Familien gGmbH“ überführt. Bei der Vertragsunterzeichnung bedankte sich Heinz-Georg Eirund, Vorstand Caritasverband Brilon, für das geleistete Engagement des bisherigen Trägervereins. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Caritasverband Brilon einen starken Träger gefunden haben, denen wir die Kliniken gerne anvertrauen“, sagte Klaus Tintelott, Geschäftsführer Caritas Kur- und Erholungsheime im Erzbistum Paderborn e.V.. 
„Die klare Positionierung für die Kliniken erfolgt vor allem mit Blick auf die Stärkung und Sicherung der Angebote für Familien“, betont Heinz-Georg Eirund. Zugleich fügen sich die Kliniken sehr gut in das Portfolio der Caritas Brilon ein: Es gibt viele Vernetzungspunkte bspw. im Kur- und Erholungswesen, mit der Familienpflege, der Sozialpädagogischen Familienhilfe oder dem Kindergarten St. Andreas. Mit dem Ausbau der Angebote für pflegende Angehörige erhalten auch Menschen, die Rat, Begleitung und Hilfe durch die Caritas Altenhilfe erfahren, eine weitere Anlaufstelle. „Darüber hinaus liegen beide Einrichtungen im Verbandsgebiet“, sagt Vorstand Eirund: „Durch St. Ursula in Winterberg und Talitha in Bad Wildungen wollen wir als Caritas für die Menschen im Südkreis und Waldeck noch sichtbarer und erreichbarer werden.“ Und nicht zuletzt dient die Eingliederung der Kliniken unter das große Dach der Caritas Brilon auch der Zukunftssicherung der Häuser und damit auch der Arbeitsplätze. Zum 1. Januar wächst die Dienstgemeinschaft der Caritas Brilon um 150 Mitarbeitende auf insgesamt 1.100.  „Dafür werden wir in den kommenden Jahren auch in Umbau- und Neubaumaßnahmen in beiden Häusern investieren“, kündigt Eirund an. 

Info: Schwerpunkte der Mutter-Kind-Kliniken  
Klinik St. Ursula - Winterberg

  • Plätze für 44 Mütter und 75 Kinder in Zwei- & Drei-Zimmer-Appartements mit Bad

Rehabilitation für Mütter

  • psychosomatische psychovegetative Erkrankungen

Vorsorge für Mütter

  • Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs
  • degenerativ rheumatische Erkrankungen (orthopädische Erkrankungen)
  • psychosomatische psychovegetative Erkrankungen
  • Erkrankungen der Atmungsorgane 

Für Kinder

  • degenerativ rheumatische Erkrankungen (orthopädische Erkrankungen)
  • Erkrankungen der Atmungsorgane 

Schwerpunkte 

  • Trauerbewältigung für Frauen und Kinder ab dem 6. Lebensjahr
  • Aufnahme von Kleinkindern ( ab 6. Monat)
  • tiergestützte Therapie
  • Erziehungshaltung
  • Stressbewältigung
  • Bewegung öffnet die Seelen

Mutter-Kind-Klinik Talitha - Bad Wildungen
• Plätze für 35 Mütter mit 49 Kinder in Zwei-Zimmer-Appartements mit Bad

Rehabilitation für Mütter

  • psychosomatische und psychovegetative Erkrankungen.

Vorsorge für Mütter

  • psychosomatische und psychovegetative Erkrankungen
  • endokrine Herz-, Kreislauf-, Gefäßerkrankungen
  • Ernährungsstörungen und Stoffwechselerkrankungen, wie z.B. Diabetes und Adipositas
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten 

Für Kinder

  • Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen
  • Infektanfälligkeiten

 Schwerpunkte

  • Ernährungsstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bewegungsförderung
  • Stressbewältigung
  • Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung
  • Soldatenfamilien
  • fernsehfreie Kurmaßnahmen