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Stand: 07.10.2014

Pressemitteilung

Von Engagement, Solidarität und Frieden im Land

Delegiertenversammlung 2019

 Altkreis Brilon / Waldeck. Über eine große Bandbreite an Zahlen, Neuerungen und auch Herausforderungen informierte jetzt Vorstand Heinz-Georg Eirund die stimmberechtigten Mitglieder auf der Delegiertenversammlung des Caritasverbandes Brilon. Die Delegiertenversammlung ist das höchste beschlussfassende Verbandsorgan und tagt einmal im Jahr.

Zahlen

Mit Blick auf den aktuell erschienen Tätigkeitsbericht präsentierte Vorstand Eirund die Investitionstätigkeit der Caritas Brilon seit 2006. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 41.470.000 Euro. Finanziert wird dieser enorme Invest zu 48 % (19.800.000 €) durch Eigenmittel der Caritas, 15 % (12.800.000 €) öffentliche Darlehen,  31 % (6.280.000 €) Zuschüsse und zu 6 % (2.590.000 €) durch Kapitalmarktdarlehen. Eine weitere interessante Summe stellt der durchschnittliche monatliche Finanzbedarf in 2018 dar: Rund 4.543.000 Euro, die sich auf rund 3.354.000 Euro an Personalkosten und 1.189.000 Euro an Sachkosten verteilen. Finanziert wurden die mittlerweile 54 Dienste und Einrichtungen des gemeinnützigen Wohlfahrtsverbandes in 2018 zu 93 % durch Leistungsentgelte, 1,12 % Landesmittel, 0,85 % kirchliche Mittel, 0,59 % öffentliche Mittel und 0,01 % durch kommunale Zuwendungen sowie durch 4,9 % weitere Mittel, wie beispielsweise  aus der Geschäftsbesorgung des Altenheims "Christkönig", der Wäscherei oder IT-Dienstleistung. "Der Caritasverband Brilon finanziert sich als Anbieter sozialer Dienst- und Hilfsangebote sowie als Arbeitgeber also zu über 90 Prozent durch die eigenen Leistungen", betonte Vorstand Heinz-Georg Eirund: "Konkret: Leistungsentgelte entstehen, wenn Dienste und Einrichtungen ausgelastet sind."

Mittlerweile arbeiten 1.150 Menschen, davon 898 Frauen und 209 Männer, in 48 Berufen beim Verband. 57 Prozent der Führungspositionen nehmen Frauen ein. 31 Personen waren zum Stichtag 30. Juni in Ausbildung. Knapp 109.000 Euro in 2018 spendeten Menschen an die Einrichtungen und Dienste der Caritas. "Die Spenden kommen direkt den Menschen zugute", unterstrich Eirund: "Spendengeld und ebenso Kirchensteuermittel werden nicht in die Bauprojekte investiert." Rund 36 Millionen Euro hat die Caritas Brilon in den vergangenen knapp 20 Jahren in den Ausbau und die Modernisierung der Stationären Wohnangebote für Ältere und Kranke sowie für Menschen mit Behinderung investiert.

Neuerungen

Neben der Entwicklung und Gründung der ersten deutschlandweiten "Caritas Dienstleistungs- und Einkaufsgenossenschaft" (kurz cdg) und der Übernahme der beiden Mutter-Kind-Kliniken St. Ursula in Winterberg und Talitha in Bad Wildungen präsentierte Vorstand Eirund als Ergebnis der Strategieentwicklung 2025 die 14 neuen Strategischen Ziele der Caritas Brilon. Die versteht sich weiterhin als "Anwalt für soziale Gerechtigkeit" und wird ihr Engagement gegen Armut, Ungerechtigkeit und Ausgrenzung verstärken. Auf der Delegiertenversammlung stellte in dem Zuge Caritas-Koordinator Uli Schilling das neue Armutskonzept vor. 

Auch sollen die Bedürfnisse der Menschen weiter fokussiert werden und daran das Wachstum ausgerichtet werden. Zu den neuen Zielsetzungen zählen unter anderem, die Schöpfung noch stärker zu bewahren und auf Nachhaltigkeit zu setzen, sowie sich den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung zum Nutzen der Menschen zu stellen.

Herausforderungen

Zu den aktuellen und auch zukünftigen Herausforderungen, denen sich die Caritas Brilon stellen muss, zählen der steigende Kostendruck und die mangelnde Refinanzierung. Im Zuge des demographischen Wandels müssen neue Wege zu und mit den Menschen in den Sozialräumen der Region gegangen werden: Wir werden weniger und älter. Diese Entwicklung prägt auch die Gewinnung von Fachkräften. Gleichzeitig verdichten sich Arbeitsprozesse, sodass die Mitarbeiterbindung durch Bildungs- und Präventionsangebote immer wichtiger wird. Mit sorgenvollem Blick auf die Gesellschaft notierte Eirund zuletzt Tendenzen der Entsolidarisierung und populistischer Meinungsmache. "Positionen, denen wir als Caritas entgegentreten", sagte Heinz-Georg Eirund.

Engagiertes Ehrenamt und sozialer Frieden im Land

Einen besonderen Dank richtete Ludwig Albracht vom Caritasrat stellvertretend für alle ehrenamtlich Engagierten in der Caritas an die Delegierten: "Besuchsdienste, Altennachmittage, die Begleitung von Kranken und Sterbenden, das gute Wort für die Verbitterten und Einsamen, das wachsame Auge für Arme und Notleidende, für Flüchtlinge - all das ist ein wirklicher Schatz jeder Kirchengemeinde. Dies ist ein wesentlicher Beitrag für die betroffenen Menschen aber auch zur Sicherung des sozialen Friedens in unserem Land und ein Zeichen gegen populistische Tendenzen in unserer Gesellschaft."

Information

Noch mehr Informationen über die Arbeit und Projekte des Caritasverbandes Brilon gibt es im aktuellen Tätigkeitsbericht unter www.caritas-brilon.de