Werkstätten

Teilhabe am Arbeitsleben

Talente entdecken, Begabungen fördern, Arbeit finden

BBB Holz

 Aus all den genannten Gründen engagieren wir uns mit und für Menschen mit Behinderung. In den Caritas Werkstätten St. Martin wollen wir, dass jeder Mensch seine Talente entdeckt, seine Begabungen fördert und eine Arbeit findet, die als sinnstiftend und bereichernd erlebt wird. Dieses Angebot machen wir allen Menschen, die nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem sogenannten Ersten Arbeitsmarkt eine Anstellung finden. Berufliche Bildung und Rehabilitation und Integration, so lautet der Auftrag der Werkstätten St. Martin. Gemeinsam schauen wir also, welche Fertigkeiten der Einzelne besitzt, wie er diese gut erhalten und weiter entfalten kann, damit von dem einzelnen Talent auch Andere einen Nutzen haben. Arbeiten funktioniert nur in Gemeinschaft. Arbeiten ist ein Geben und Nehmen. Für jeden.

Aktuell erfahren rund 660 Menschen in den Caritas Werkstätten St. Martin Teilhabe am Arbeitsleben. Durch ihre Werkstatttätigkeit sind alle Beschäftigten sozial- und rentenversichert. Sie werden von über 160 besonders ausgebildeten Mitarbeitern begleitet. Um für den Einzelnen das beste Arbeitsangebot zu finden, bieten wir eine breite Palette an Tätigkeiten an. Dafür arbeiten wir mit vielen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zusammen. Darüber hinaus können die Werkstatt-Beschäftigten auch an Fortbildungs- und Freizeitprogrammen teilnehmen. Gemeinsam gestalten wir auch den wichtigen Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand.

Sollten Sie sich für eine Beschäftigung in den Werkstätten St. Martin interessieren, sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.

Ruth Speicher, Sozialdienst WfbM Mühlenweg, 02961 9718122, r.speicher@caritas-brilon.de
Nina Krüler, Sozialdienst WfbM Mühlenweg, 02961 9718134, n.krueler@caritas-brilon.de
Andreas Loch, Sozialdienst WfbM Hinterm Gallberg, 02961 9718252, an.loch@caritas-brilon.de
Rosi Kürmann, Sozialdienst WfbM Hinterm Gallberg, 02961 9718218, r.kuermann@caritas-brilon.de
Sigrid Weitekamp-Ebers, Sozialdienst IDL 1, 02961 9718311, s.weitekamp-ebers@caritas-brilon.de
Ute Schröder, Sozialdeinst IDL 2, 02961 9718611, u.schroeder@caritas-brilon.de
Maria Elisabeth Dresemann, Sozialdienst WfbM Marsberg, 02992 9700412, m.dresemann@caritas-brilon.de
Miriam Köster, Sozialdienst WfbM Winterberg, 02981 9287622, m.koester@caritas-brilon.de
Martina Voß, Sozialdienst SMB Mühlenweg, 02961 9718164, m.voss@caritas-brilon.de

Blick in das Werkstatt-Leben

Eingangsverfahren: Ist die Werkstatt passend?

Eingangsverfahren

 Im Eingangsverfahren wird geschaut, ob die Werkstatt geeignet ist. Das wird gemeinsam entschieden: Der neue Beschäftigte lernt die Werkstatt und deren Angebote kennen. Er arbeitet in verschiedenen Bereichen. Gemeinsam mit einem Psychologen wird getestet, wofür man ein Händchen hat und auch, was einem nicht liegt. Das Eingangsverfahren dauert maximal drei Monate. Die Werkstatt kann aber auch schon früher vorschlagen, den neuen Beschäftigten aufzunehmen. Darüber wird im Fachausschuss entschieden. Sind sich alle einig, ist die nächste Station für den Beschäftigten der Berufsbildungsbereich. In einem sogenannten Eingliederungsplan werden dann alle wichtigen Angaben zu dem neuen Beschäftigten gesammelt. Dazu gehören unter anderem die Begabungen, Fähigkeiten und Möglichkeiten des Beschäftigten sowie Berichte aus den Arbeitsbereichen und Beratungsgesprächen. Der Eingliederungsplan dient der beruflichen Entwicklung des Beschäftigten. Insgesamt werden drei Eingliederungspläne geschrieben: zum Ende des Eingliederungsverfahrens, nach dem ersten Jahr sowie am Ende des Berufsbildungsbereiches nach einem weiteren Jahr. Der Beschäftigte bestimmt mit: Gemeinsam werden Eingliederungspläne besprochen und auch unterschrieben.

Berufsbildungsbereich: Was liegt mir?

BBB

Der Berufsbildungsbereich ist ein wichtiger Zugang, damit Menschen mit Behinderung ihr Recht auf Teilhabe am Arbeitsleben wahrnehmen können. Der Berufsbildungsbereich wird durch die Arbeitsagentur gefördert. Dort können Teilnehmer an der Berufsbildungsmaßnahme ihre Interessen, Begabungen und Fertigkeiten finden und erproben. Teilnehmer können Bildungsmodule in den Bereichen Metall, Montage und Verpackung, Holzbearbeitung, Hauswirtschaft Lagerlogistik sowie Garten- und Anlagenpflege wählen. Die Berufliche Bildung ist personenzentrentiert ausgerichtet. Das heißt, dass gemeinsam überlegt wird, was der Beschäftigte gut kann, oder wobei er noch Unterstützung braucht. Es wird auch geschaut, wie die Unterstützung aussehen sollte. Es werden also die Fähigkeiten und Wünsche jedes Einzelnen berücksichtigt.

Im Berufsbildungsbereich soll der Beschäftigte so viel lernen, um in der Werkstatt, auf einem Außenarbeitsplatz oder auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten. Dazu gehören auch Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben, Rechnen sowie möglichst selbstständiges Arbeiten.

In den Caritas-Werkstätten St. Martin ist der Berufsbildungsbereich zentralisiert. Die berufliche Bildung findet also an einem Ort statt, nämlich in der Hauptwerkstatt am Mühlenweg in Brilon.

Arbeitsbereiche: Was gibt es für Arbeiten in der Werkstatt?

Die CaritasWerkstätten St. Martin haben sechs Standorte in den Städten Brilon, Marsberg und Winterberg. An den Standorten gibt es zum Teil unterschiedliche Arbeitsbereiche. Diese sind:

  • Montage und Verpackungen
  • Blechbearbeitung und Pulverbeschichtung
  • Holzbearbeitung
  • Tampondruck
  • Spanende Bearbeitung

Förderbereiche: Sinnvolles erleben und Übergänge gestalten

Das Recht auf Teilhabe am Arbeitsleben haben auch Menschen mit schwerst- und mehrfachen Behinderungen. Auch diesen Menschen bieten wir in den Förderbereichen der Werkstätten St. Martin einen sinnstiftenden und strukturierten Werktag an. Für Bildung, Begleitung und auch Pflege sorgen Fachkräfte wie Heilerziehungspfleger. Zu den Angeboten gehören Bewegung, Spiel und Kreatives. Die Förderbereiche haben eine besondere Ausstattung. So gibt es zum Beispiel Snoozel- und Gymnastikräume oder eigene Küchen samt Esszimmer.

In den Förderbereichen wird auch der Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand vorbereitet. Dazu gehören neue Interessen und Hobbies zu entdecken, das Tagwerk auch ohne Arbeit zu strukturieren und neue Kontakte zu knüpfen. Dafür arbeitet die Werkstatt auch mit anderen Einrichtungen und Diensten des Caritasverbandes Brilon zusammen, beispielsweise auch dem Tagespflegehaus oder den Seniorenzentren.

Außenarbeitsplätze

Zum Auftrag der Werkstätten St. Martin gehört auch die Integration auf den Ersten Arbeitsmarkt. Auch diesen Weg begleiten wir. Dafür schauen wir gemeinsam mit den Beschäftigten, welche Angebote passen können. Grundsätzlich kommen alle Bereiche - Industrie, Gewerbe, Dienstleistung - infrage. Ein Integrationsassistent begleitet den Übergang. Er ist erster Ansprechpartner für den Beschäftigten und auch für den Partner aus der freien Wirtschaft, wo der Arbeitsplatz dann direkt vor Ort sein wird. Bei einem Außenarbeitsplatz bleiben Sie als Beschäftigter bei den Werkstätten St. Martin geführt, damit Sie unsere Begleitung und Beratung weiterhin wahrnehmen können. Sollten Sie und Ihr zukünftiger Arbeitgeber davon überzeugt sein, dass auch eine langfristige Zusammenarbeit gut klappen wird, können Sie von der Werkstatt auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln. Den Arbeitsvertrag schließen Sie dann direkt mit Ihrem Arbeitgeber.

Der Begleitende Dienst: Ansprechpartner für alle Belange

In den Caritas-Werkstätten St. Martin gibt es an jedem Standort die sogenannte Doppelspitze aus Produktionsleiter, der sich um die anfallenden Aufträge und Arbeiten kümmert, und dem Begleitenden Dienst, der erster Ansprechpartner ist, wenn ein Beschäftigter ein Anliegen hat. Die Anliegen, Wünsche und Bedürfnisse können ganz unterschiedlich sein. Das Team vom Begleitenden Dienst berät beispielsweise, wenn der Beschäftigte etwas Neues (kennen-) lernen will, aber auch, wenn es Ärger oder Krisen gibt. Der Begleitende Dienst ist Ansprechpartner für alle (zwischen-) menschlichen Belange.

Werkstatt-Rat: Die Interessensvertretung aller Beschäftigten

Der Werkstatt-Rat wird alle vier Jahre gewählt. Gewählt werden können Beschäftigte, die länger als sechs Monate in der Werkstatt sind. Hingegen dürfen alle Beschäftigten der Werkstätten wählen gehen, denn der Werkstatt-Rat ist ihre Interessensvertretung. Er hört sich Probleme und Sorgen, aber auch Anregungen an. Dann spricht er mit der Werkstatt-Leitung. Zusammen werden Lösungen gefunden.