Quartiersentwicklung

Kontakt und Beratung

Wir im St. Engelbert-Quartier – Für die Menschen in Brilon

Ubi bene, ibi patria.
Wo es dir gut geht, dort ist die Heimat.

Pacuvius

Zu Hause ist es doch am Schönsten! Warum? Weil man sich dort auskennt. Seine Familie und Freunde um sich hat und lieb gewonnene Interessen und lang gepflegte Leidenschaften nachgehen kann. Mitunter aber ändert sich das alles im Leben – meist mit dem Alter. Man kommt nicht mehr überall hin, wo man hin will. Die Kinder sind weggezogen, Freunde vielleicht schon verstorben. Aber die Interessen, die Leidenschaften gibt es noch. Ebenso die Liebe zur Heimat. Das ist schön. Und bei diesem Schönen setzen wir an.

Voß Malkurs

Für Teilnehmer

Wir laden Sie dazu ein, Ihre Heimat mitzugestalten, und zwar ganz konkret und im Miteinander. „Wir im St. Engelbert-Quartier – Für die Menschen in Brilon“, heißt das Projekt und den Namen dürfen Sie buchstäblich verstehen. Wir bringen Menschen zusammen, die gleiche Interessen teilen. Jeden Monat laufen verschiedene Angebote in den Bereichen Kultur und Kreativität, Spaß und Geselligkeit, Information und Bildung sowie Gesundheit und Prävention. Die Angebote sind für alle Bürger, die sich für das Thema interessieren. Wir freuen uns auf Sie als Maler, Zuhörer, Besucher oder Gast.

Jutta Hillebrand-Morgenroth (l.) und Sabine Mischke vom Caritasverband Brilon bieten Liebhabern von Handarbeiten aller Art ein offenes Forum.

Für Talentgeber und Zeitschenker

Wir wollen den Menschen kein starres Programm vorsetzen. Wir freuen uns vielmehr, wenn Sie uns ansprechen, um Vorschläge oder neue Themen einzubringen. Wir hören Ihre Wünsche gerne. Sie können Impulse geben und wer möchte, kann sich auch ganz praktisch einbringen. Als Talentgeber und Zeitschenker zeigen Sie anderen Menschen, was möglich ist oder wie etwas Eigenes mit geschickten Händchen gemacht wird. Ein Beispiel gefällig: Zwei Mal im Monat treffen sich begeisterte Handarbeiterinnen zur Kreativwerkstatt. Strümpfe stricken, Beanie-Mütze häkeln, Handtasche filzen? Erlaubt ist, was gefällt. Auch der gesellige Schnack beim Tässchen Kaffee. Wer nicht weiter weiß, erhält sofort „Erste-Handarbeiten-Hilfe“ aus dem Kreativkreis.

  • Wenn auch Sie ein Talent, Begabung oder ein Hobby haben, das Sie gerne mit anderen teilen würden, dann sprechen Sie uns gerne an. Wir besprechen dann gemeinsam mit Ihnen, wie wir Ihre Idee in die Tat umsetzen können.

    Anschauliches aus dem Veranstaltungsprogramm
    K u l t u r & K r e a t i v i t ä t
    Literaturcafé Ausstellungen Malworkshops Kreativwerkstatt Mundartnachmittage
    Spaß & Geselligkeit
    Spielenachmittage plattdeutsche Runden monatlich wechselnde Veranstaltungen 
    Information & Bildung
    „Café Impuls“ – Fachvorträge und Themennachmittage
    „HilfeStelle“ – Beratungsbüro für Fragen„rund um das Alter“
    Gesundheit & Prävention
    Atempause für pflegende Angehörige TopFit – Seniorensport am Vormittag Treffpunkt der Selbsthilfegruppe für schwerhörige und ertaubte Menschen 

Wo Sie uns und die Angebote finden

Dreh-, Angel- und Treffpunkt des Projekts „Wir im St. Engelbert-Quartier - Für die Menschen in Brilon“ ist das Seniorenzentrum St. Engelbert am Hohlweg 8 in Brilon. 

Dort hat das Koordinationsbüro des Quartiersprojektes seinen Sitz mit Jutta Hillebrand-Morgenroth als Ihre Ansprechpartnerin (Kontakt: 02961 – 9 65 74 14 oder via E-Mail j.hillebrand-morgenroth@caritas-brilon.de).
Die Angebote finden auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“ im Seniorenzentrum St. Engelbert statt. Dazu gehören das Café CariTasse mit dem Veranstaltungsraum „Stadtblick“ für Feiern bis zu 30 Personen mit Catering auf Wunsch und Nutzung der Kapelle, die „KunsTraum“-Werkstatt und der Sport- und Gymnastikraum. Bei schönem Wetter geht es auch nach draußen: auf die Sonnenterrasse oder in den Innenhof-Garten des St. Engelberts. 
Auch die HilfeStelle als Beratungsbüro für Fragen rund ums Alter liegt barrierefrei zu erreichen im Seniorenzentrum St. Engelbert. Für mehr Information über die Sprechzeiten und Angebote der „HilfeStelle“ bitte hier klicken.

Von der Praxis zur Theorie: Quartiersentwicklung - wieso, weshalb, warum?

Was ist ein Quartier?

Das Quartier bezeichnet einen Teil der Stadt. Die Größe und Zugehörigkeit des Quartiers wird von den Menschen, also den Bürgern selbstbestimmt. Eine offizielle Grenze auf dem Reißbrett existiert nicht. Die Menschen fühlen sich einem Quartier beispielsweise zugehörig, weil sie Nachbarn sind, ihre Kinder die gleiche Schule besuchen, man sich sommertags im Park nebenan zum Grillen verabredet, im Supermarkt ums Eck einkaufen geht und sich auf dem Heimweg durch Zufall trifft und miteinander spricht. Oft spiegeln sich Quartiere auch in der Namensgebung wieder, wie zum Beispiel bei uns in Brilon. Hier haben wir die St. Engelbert-Schule, das Seniorenzentrum St. Engelbert, die Engelbertstraße. Das Quartier bezeichnet also mehr ein soziales Gefüge, als ein exakt umrissenes, geografisches Gebiet.

Was bedeutet Quatiersentwicklung?

Die Quartiersentwicklung wird von und für die Menschen, die in ihrem Quartier leben, gemacht. Um die Entwicklung zu unterstützen, gibt es eine Koordinierungsstelle. Die funktioniert wie ein großes Netzwerk. Sie bringt Menschen mit gleichen Interessen zusammen, um gemeinsam in seinem Quartier tolle Dinge zu erleben. Dort werden aber auch professionelle Beratung und Hilfe vermittelt, beispielsweise wenn sich die Lebensumstände im Alter oder bei Krankheit und damit die  Wohnraumbedarfe verändern. Wer Fragen hat, kann sie dort stellen und erhält Antworten und / oder Namen von Menschen oder Einrichtungen, die mehr wissen und / oder konkret helfen. Im St. Engelbert-Quartier ist dieser Ort die „Hilfe-Stelle“ im Seniorenzentrum St. Engelbert.

Neben der Netzwerkarbeit vor Ort im direkten Austausch mit den Bürgern wird von der Koordinierungsstelle auch mit öffentlichen Einrichtungen zusammengearbeitet. Zum Beispiel wird geschaut, was für Experten und Einrichtungen es bereits im Quartier gibt. Das können sein: Beratungsstellen, Fachleute für Gesundheits- und soziale Fragen, Selbsthilfegruppen, ebenso wie Kliniken, Sanitätshäuser, Apotheken, verschiedene Wohnmöglichkeiten für Senioren oder Menschen mit Behinderung. Es wird genau geguckt, was da ist, denn bei der Quartiersentwicklung sollen die vorhandenen Stärken zusammengebracht werden. Nur wenn etwas fehlt, wird überlegt, ob es neu entstehen und angeboten werden soll. In der Koordinierungsstelle werden auch Hilfen bei der Antragsstellung gegeben und über Möglichkeiten der Finanzierung von Hilfen informiert.

Die Entwicklung des St. Engelbert-Quartier wird vom Caritasverband Brilon e.V sowie dem Deutschen Hilfswerk finanziert.

Wozu das Ganze? Bis jetzt funktioniert doch alles!

Wenn Sie das so sehen und erleben, freuen wir uns für Sie, dass Sie rundum glücklich und zufrieden sind. Denn es ist genau das Lebensgefühl, warum Quartiersentwicklung betrieben wird.

Bei der Quartiersentwicklung wird zurück auf die gewachsenen Strukturen geschaut, auf das Hier und Jetzt sowie in die Zukunft. Denn in Zukunft werden wir weniger, dafür älter werden. Sie kennen das Schlagwort: der demographische Wandel. Die Gesellschaft wandelt sich. Um diesen Wandel zu gestalten, dafür setzen wir uns ein. Gemeinsam engagieren wir uns dafür, dass die Menschen auch in Zukunft gute Angebote in ihrer Nähe bekommen. Dazu gehören Bildung, Kultur, Sport genauso wie Wohnen und Lebenshilfen. Darüber hinaus soll die Wohnumgebung schön bleiben und damit auch die Nachbarschaft, in der Jüngere und Ältere harmonisch zusammenleben. Und nicht zuletzt soll jeder im Quartier mitmachen und mitentscheiden können. Wir wollen Teilhabe am Leben ermöglichen. Für jeden.