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Stand: 07.10.2014

Pressemitteilung

„Das kam gut an“

Altkreis Brilon / Waldeck. Gute Taten statt Karten: "Das kam gut an", sagt Vorstand Heinz-Georg Eirund vom Caritasverband Brilon. Im vergangenen Jahr hatte die Caritas erstmalig auf den Versand von Weihnachtskarten verzichtet, um das gesparte Geld für die Hauptaufgabe des Wohlfahrtsverbandes zu verwenden. "Dem Menschen dienen", lautet das Leitbild der Caritas Brilon. Das gesparte Budget floss mit in die Umgestaltung des Außengeländes des Kombinierten Kindergarten St. Andreas, wo Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen und lernen. Die Devise "Gute Taten statt Karten" wird auch zu diesem Jahresausklang fortgesetzt und weitergeschrieben werden auch die Verbandsziele, die sich die Caritas Brilon für die nächsten Jahre gesetzt hat.

14 strategische Ziele bis 2025

"Not sehen und handeln", ist ein weiteres Credo der Caritas. Um dieses langfristig und nachhaltig tun zu können, hat der Verband seine strategischen Ziele fortgeschrieben. Aus 12 Zielen sind nun 14 geworden. Dreh- und Angelpunkt sind dabei die Menschen. Die Caritas Brilon versteht sich als Anwalt für soziale Gerechtigkeit und engagiert sich gegen Armut und Ausgrenzung. "Als Partner der Menschen im Altkreis Brilon und Waldeck schauen wir auf ihre Bedürfnisse und richten danach unsere Angebote aus", unterstreicht Vorstand Eirund: "Wir wollen erste Adresse für Menschen in herausfordernden Lebenssituationen sein". Neben Rat, Hilfe und Pflege zählt aber auch die stärkere Förderung ehrenamtlichen und sozialen Engagements zu den Verbandszielen. Besonders im Fokus stehen dabei Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Stichwort: Youngcaritas. Als eine Säule der katholischen Kirche und enge Wegbegleiterin von Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen gestaltet die Caritas Brilon die Erneuerung der Kirche aktiv mit.
Die Caritas Brilon versteht sich als Sozialunternehmen und als lernende Organisation. "Unsere Organisationskultur gründet auf Effektivität, Effizienz, Sicherheit und natürlich auf rechtskonformen Handeln, um das zu gewähren, müssen wir uns stetig weiterentwickeln", sagt Vorstand Eirund: "Wichtig dabei ist, dass sich unsere Dienstgemeinschaft dabei aktiv einbringen kann." Zu den weiteren Zielen der Caritas gehören die Mitarbeiterförderung und - als neue Ziele aufgenommen - die Digitalisierung sowie mit Blick auf die Verantwortung für die Schöpfung die Nachhaltigkeit. "Nicht zuletzt sind wir ein Mitgliederverband. Jeder kann als Mitglied die Zukunft der Caritas mitgestalten", lädt Eirund ein.

Ausblick auf 2020
Für das kommende Jahr gehören zu den Top-Themen der Caritas die praktische Umsetzung des Bundeseilhabegesetzes in der Behindertenhilfe, verstärktes Engagement für arme und Hilfe suchende Menschen in der Region sowie Angebote für ältere und kranke Menschen weiter zu entwickeln, und zwar im Altkreis Brilon und Waldeck und das konzeptionell wie baulich. Zu den Baumaßnahmen gehören der Altbau des Seniorenzentrum St. Engelbert unter anderem mit Einzug der Tagespflege, die Senioren-WG "Über den Dächern@Brilon" in Kooperation mit der Volksbank, der Neubau des Dechant-Ernst-Hauses am Hellenteich und die Modernisierung der Mutter-Kind-Klinik St. Ursula. "In der Verwaltung wie in der Hilfe, Begleitung und Pflege werden wir weiter digitale Wege gehen", kündigt Vorstand Eirund an. Dazu gehören unter anderem das vom Europäischen Sozialfonds geförderte, verbandsübergreifende Projekt "Durchweg. Digital. Durchstarten" in der Personalentwicklung, E-Learning oder der Einsatz von technischer Tier-Assistenz, konkret eine auf Berührung und Sprache interagierende Katze nebst Hund. "Wir müssen lernen, die neuen Techniken zu bedienen. Zugleich müssen wir darauf achten, dass die Technik uns Menschen dient", schließt Eirund: "Wir wollen achtsam hinschauen, wo der Fortschritt neue und gute Schnittstellen zwischen uns Menschen anbietet und eben auch, wo sich neue Brüche auftun und altbekannte Abstände weiter auseinanderdriften."

Ein Caritas-Jahr in Zahlen

  • 2 Mal hat das Focus Magazin die Caritas Brilon ausgezeichnet: Im Dezember belegte die Caritas Alten- und Krankenhilfe den ersten Platz beim Ranking "Top Karriere-Chancen in der Pflege und Gesundheit". Im Sommer wurde die Mutter-Kind-Klinik St. Ursula zu den 16 besten Kliniken Deutschlands gezählt.
  • 2019 haben die Sozialstationen in Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Olsberg, und Winterberg mit Patienten und Angehörigen ihre 40-jährigen Jubiläen gefeiert. Die Teams begleiten im Altkreis 1285 Patienten und haben 347.930 Hausbesuche in 2018 geleistet.
  • 176 Plätze für Menschen mit Behinderung gibt es in den sechs Caritas-Wohnhäusern. Davon sind am 11. März 24 Bewohner in das neue St. Liboriushaus in Winterberg gezogen.
  • 132 Klienten werden durch das Ambulant Betreute Wohnen begleitet.
  • 1.000 Mahlzeiten werden täglich von den Küchen-Teams bereitet - seit Oktober wird in der Küche der ehemaligen Klinik am Stein in Olsberg gekocht, bis die neue Zentralküche in Brilon gebaut wird.
  • 3,7 Millionen Euro werden in die Modernisierung der Mutter-Kind-Klinik St. Ursula in Winterberg investiert.
  • 100 Kilo Kronkorken wurden in zwei Monaten bei der Youngcaritas Aktion "Deckel drauf" gesammelt.